Donnerstag, 22. Mai 2014

Neuigkeiten aus der Konzilskirche

Der Papst hat exkommuniziert - so programmatisch verkünden es heute Medien und Konservative. Die einen um Stimmung gegen Franziskus zu machen. Die anderen um ihre eigene Hoffnung zu stärken, dass das Lehramt und die kirchliche Disziplin noch nicht ganz verloren sind. Aber nun zu den Tatsachen: Martha Heizer, die Vorsitzende des modernistischen Vereins "Wir sind Kirche", und ihr Ehemann wurden wegen Simulation des heiligen Meßopfers exkommuniziert. Nun heißt es, dass Papst Franziskus hierfür verantwortlich sei. Allerdings hat er vielmehr nur seine mündliche Zustimmung zu dieser Entscheidung gegeben, wie es im kanonischen Verfahren vorgesehen ist. Dabei hatte er übrigens keine andere Wahl, weil Exkommunikationen aufgrund solcher Straftaten immer wieder, insbesondere unter seinen Vorgängern, vorgenommen wurden.

Es ist also kein eklatanter Skandal, was da jetzt in Österreich stattgefunden hat, sondern ganz einfach Gerechtigkeit. Wer in einem Kleingärtner-Verein grob gegen die Regeln verstößt, wird sich schließlich auch mit dem Ausschluss konfrontiert sehen, ebenso wie ein Drogen-Konsument im Sportverein. Papst Franziskus hat sich also nicht zur kirchlichen Lehre bekehrt, sondern er hat nur seine gewöhnlichen Amtspflichten wahrgenommen. Statt jetzt also zu jubeln wie manch konservativer Katholik, könnte man den zuständigen kirchlichen Stellen vielmehr Untätigkeit vorwerfen, da das Verfahren lange Zeit verschleppt wurde.

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Die Inquisition 2.0 darf an dieser Stelle noch auf ein paar weitere Vorkommnisse der letzten Zeit aufmerksam machen:

Bei seinen Predigten und Ansprachen lässt Papst Franziskus immer wieder seine progressive Ader durchscheinen. Beispielsweise ruft er dazu auf, blind auf gewisse Eingebungen zu hören und in der Kirche mehrere Schritte vorwärts zu gehen, denn hier sei es der Heilige Geist, der die Kirche antreibt. Dabei vergisst der Stellvertreter Christi, dass es vor allem seine Aufgabe ist, genau diese Eingebungen genau zu prüfen und nicht in Fallstricke des Widersachers zu treten. Wir hoffen, dass sich Papst Franziskus möglichst bald vollständig in sein Amt eingearbeitet hat und dann zu dieser wichtigen Erkenntnis gelangt. Immerhin sagt er derzeit: Wenn man eine Eingebung hat, die man nach eingehender Prüfung für unvernünftig hält, dann solle man dieser Eingebung trotzdem folgen, um dem Herrn nicht widersprechen zu müssen. So eine irrsinnige Denkweise hat es bei den Nachfolgern des heiligen Petrus noch nie gegeben.

Ein weiteres Thema war die im Raum stehende Taufe für Mars-Männchen. Offenbar hat Papst Franziskus vor, demnächst mit dem Aspergill Weihwasser in den Himmel zu spritzen, um etwaige außerirdische Geschöpfe zu taufen. So sei es schließlich auch bei den ersten Christen gewesen, als sie nicht wussten, ob auch Heiden getauft werden sollen. Vielleicht müssen den NASA-Expeditionen zukünftig Weihwasser-Tuben mitgegeben werden (für die Not-Taufe bei eventuell auftauchenden Aliens).

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Zu den immer wieder vorkommenden und mittlerweile populär gewordenen Telefonanrufen von Papst Franziskus hat der vatikanische Presse-Sprecher Federico Lombardi Stellung bezogen: Es handele sich um persönliche pastorale Gespräche, die nichts mit seinem öffentlichen Wirken zu tun hätten. Der Vatikan will uns also einreden, dass es den regierenden Papst zweimal gibt: Einmal als Privatperson, wo er es kunterbunt treiben kann, wie er gerade will, und dann als Amtsträger, wo er sich, sofern er will, ein wenig zusammenreißen muss. Die Wissenschaftler unserer Forschungsabteilung arbeiten übrigens gerade an einem Stimmungsring, der den jeweiligen schizophrenen Zustand Seiner Heiligkeit anzeigt, damit Klerus und Laien wissen, ob sie Papst Franziskus nun glauben können oder nicht.

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Bezüglich der Debatte um die Zulassung von Wieder-Verheirateten zur heiligen Kommunion hat sich deren Verfechter Kardinal Kasper zu Wort gemeldet: "Darf man in einer solchen Situation, in der der Pönitent ehrlich bereut und den guten Willen bezeugt, nach besten Kräften aus dem Glauben zu leben, die Absolution verweigern? Ist es bei Gott denkbar, dass jemand in ein Loch fällt, aus dem es keinerlei Ausweg gibt? Wenn das bei Gott unmöglich ist, warum dann nicht auch in der Kirche?" Hierzu erlauben wir uns die Piusbruderschaft zu zitieren, die treffend die gültige kirchliche Morallehre zu diesem Punkt zusammenfasst:

"Zur aufrichtigen Reue und Umkehr gehört es, dass er [Anm. d. Inq.: der Pönitent (und auch Kardinal Kasper)] sich von der Sünde trennt und den festen Vorsatz fasst, die Sünde nie mehr zu wiederholen, was freilich ohne den Beistand und die Gnade Gottes nicht möglich ist. Dies bedeutet aber mit Bezug auf die geschiedenen Wiederverheirateten, dass die Partner sich dazu entschließen, sich zu trennen oder, wenn dies aus wichtigen Gründen (z.B. auf Grund der Kinder) nicht möglich ist, die ehelichen Akte künftig zu unterlassen und wie Geschwister zusammenzuleben."

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Auf www.summorum-pontificum.de wird der konservative Kleriker Dr. Guido Rodheudt zitiert: Er vergleicht die kirchliche Liturgie mit dem weltlichen Theater. Dieser Vergleich ist durchaus nicht neu, aber deswegen nicht weniger kritisch zu sehen: Ebenso wie der Zuschauer im Theater würde es Gott in der Liturgie nicht ertragen, wenn es Ablenkung gäbe. Diese Aussage ist schlichtweg schwachsinnig, da der allmächtige Gott stark genug ist, um die noch so schwere Sünde des Menschen auszuhalten: Für Gott gibt es nichts, das ihm gefährlich werden kann. Der hochwürdige Kleriker hat vermutlich nur die falschen Worte gewählt. Aber es geht ja noch weiter: Gerade Dr. Rodheudt, der durchaus der überlieferten Liturgie zugeneigt ist, behauptet, dass die Liturgie keinen Zweck habe. Sie sei vielmehr die bloße Begegnung mit Gott. Hier vergisst der Zitierte, dass es sich beim Kult der Geschöpfe gegenüber Gott um eine von Gott selbst gesetzte Pflicht handelt. Wenn wir die Liturgie feiern, dann erfüllen wir diese Pflicht und lassen Gott das schuldige Lobopfer angedeihen. Warum stehen schließlich die Scharen der Engel an Gottes Thron und loben ihn ohne Unterlass? Weil das als Zweck die größere Ehre Gottes hat. Welches Geschöpf das vergisst, sei es auch ein Kleriker, bedarf zumindest der Selbstreflexion.

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Zuletzt erlaubt sich die Inquisition 2.0 dem geneigten Leser noch mitzuteilen, dass Anfang August diesen Jahres ein Konzil unserer Inquisitoren stattfinden wird. Stellungnahmen, Anfragen und Petitionen diesbezüglich werden gern entgegengenommen.

Dominicus

Sonntag, 27. April 2014

Manifestierung des Schismas

Heute hat "Papst" Franziskus einen folgenschweren Akt vorgenommen, indem er seine Vorgänger Johannes XXIII. und Johannes Paul II. als Heilige kanonisierte. Dabei war die ganze Welt Zeugin einer dreifachen Lüge und einer dreifachen Blindheit: Dreimal behauptete Kardinal Angelo Amato, dass die gesamte Kirche und alle Gläubigen die Heiligsprechung der beiden Päpste fordern würden und dreimal hat Franziskus seine Augen verschlossen und dies als Wahrheit akzeptiert. In Folge dessen hat er entschieden, dass Johannes XXIII. und Johannes Paul II. als Heilige zu betrachten sind und durch die Gläubigen in frommer Weise verehrt werden müssen. Die Inquisition 2.0 weist darauf hin, dass es innerhalb der Kirche bereits seit vielen Jahren genügend Gegenstimmen gegeben hat und dass zumindest Johannes Paul II. wegen verschiedener Zweifel nicht als Heiliger verehrt werden sollte.

Klerikale Vatikan-Insider haben in den vergangenen Tagen immer wieder geäußert, dass es der Wille von Franziskus war, unbedingt beide Päpste gleichzeitig heiligsprechen zu wollen, obwohl es im Kanonisiergungsverfahren immer wieder Stolpersteine gegeben hatte, die eine so schnelle Heiligsprechung eigentlich hätten ausschließen müssen. Franziskus sah das anders: "Wenn überhaupt, dann sprechen wir aus Kostengründen nur beide heilig; da sparen wir." Die Heiligen der Kirche fallen also dem Mammon zum Opfer und bei ihrer Erhebung zur Ehre der Altäre geht es in Zukunft nur noch um Kommerz.

Oft genug haben sich die Medien in letzter Zeit über die inflationären Heiligsprechungen amüsiert und objektiv feststellen müssen, dass dieser enorme quantitative Zuwachs nur zulasten der Qualität der Heiligkeit gehen kann. Bereits Johannes Paul II. hatte das Heiligsprechungsverfahren vereinfacht. Wenn früher ein Heiliger kanonisiert wurde, dann war er auf der ganzen Welt bekannt und ist bereits intensiv verehrt worden. Die Heiligen der heutigen Zeit sind hingegen oftmals nur regional bekannt und können somit gar nicht die ursprünglichen Voraussetzungen für die Kanonisierung erfüllen. Wie soll schon ein Heiliger durch die ganze Kirche verehrt werden, wenn er gar nicht überall bekannt ist!?

Auch die Wunder, die Voraussetzung für die Heiligsprechung sind, werden oftmals kirchenintern in Zweifel gezogen. Dabei entzieht sich beispielsweise die Anerkennung eines Heilungswunders bereits dadurch jeglicher Glaubwürdigkeit, indem hierfür ein medizinisches Gutachten eingeholt wird, das erstens immer wieder von renommierten Wissenschaftlern angefochten wird und zweitens, weil es mit hohen Honoraren versehen ist: Die Gutachter verlieren daher oftmals ihre Seriösität und erweisen sich als bezahlte Scharlatane. Aber nun soll nichts mehr über die neue Praxis der Heiligsprechungen gesagt werden. Wir müssen einfach nur feststellen, dass ein Heiliger heute nicht mehr ein Heiliger sein muss.
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Angesichts des wachsenden modernistischen Einflusses auf die Kirche, muss die Inquisition 2.0 heute eine kurze Kritik am letzten Konzil üben: Alle bisherigen Konzilien hatten den Zweck, in Streitfällen Klarheit zu schaffen. Genau umgekehrt ist es jedoch mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil: Es schafft Streit in Dingen, die eigentlich klar definiert sind. Um dies zu verdecken, gab das letzte Konzil vor, ein "pastorales Konzil" sein zu wollen. Einen positiven Einfluss auf die Seelsorge können wir jedoch angesichts der immer geringer werdenden Zahlen der Gläubigen nicht feststellen. Vielmehr offenbaren sich die Konzilstexte als Quelle von schwammigen Umschreibungen, damit jeder das interpretieren kann, was er gerade will.

Ein wichtiger Punkt ist der Ökumenismus: Bisher hat die Kirche immer wieder die Lehre bekräftigt, dass es außerhalb der Kirche kein Heil gibt. Nun jedoch wird suggeriert, dass auch Protestanten oder Orthodoxe zum Heil finden können, da es gewisse Teil-Wahrheiten auch in ihren Gemeinschaften gibt. Das ist sogar richtig, vor allem, wenn dort einzelne Sakramente gemäß unseren Riten gesprendet werden. Aber es bleibt dabei, dass sich auch die Teil-Wahrheiten im Zustand der Häresie oder des Schismas befinden und dass die Fülle des Heils nur innerhalb der Kirche erreicht werden kann. Ganz praktisch zeigt sich das am Buß-Sakrament: Bei den Protestanten gibt es keine Vergebung von schweren Sünden und somit zumindest nur einen Freifahrtschein ins Fegefeuer; auch bei den Orthodoxen kann das Buß-Sakrament nicht wirksam vollzogen werden, da die Schlüsselgewalt einzig und allein vom Stuhl Petri ausgeht. Die nachkonziliare Praxis geht jedoch einen anderen Weg: Ganz ausdrücklich dürfen Katholiken auch bei häretischen und schismatischen Gemeinschaften "Sakramente" empfangen und deren Mitglieder dürfen in bestimmten Fällen bei uns kommunizieren. Hier wird eine "communio" geschaffen, die der Tradition widerspricht.

Das nächste Thema ist der Kollegialismus: Die in den vergangenen zwei Jahrtausenden immer wieder bestätigte Wahrheit besagt, dass allein der Papst als Stellvertreter Christi das Oberhaupt der Kirche auf Erden ist. Das letzte Konzil behauptet jedoch, dass die ordentliche Leitungsgewalt durch den Papst zusammen mit den Bischöfen ausgeübt wird. Aus Sicht der Tradition ist dies jedoch nur ausnahmsweise bei einem Konzil der Fall (quasi eine "außerordentliche Leitungsgewalt"). Ein eklatanter Widerspruch, der dem letzten Konzil vorgworfen werden muss. Aber das Vaticanum II geht noch weiter: Durch das "allgemeine Priestertum" sollen auch die Gläubigen an der Leitungsgewalt teilhaben. Fakt ist jedoch, dass zwischen Klerus und Laien eine Trennung göttlichen Rechts besteht, die eine gemeinsame Ausübung der Leitunggewalt ausschließt.

Als letzter wichtiger Bereich muss noch die Liturgie angesprochen werden: In der Geschichte gab es zwar immer wieder verschiedene und sehr wohl auch unterschiedliche Liturgien, sogar innerhalb desselben Ritus. Eine Anpassung im Laufe der Zeit (und vielleicht sogar an die Umstände der Zeit) scheint somit erwiesenermaßen möglich (ansonsten müsste die Tradition ihre eigene Geschichte verurteilen). Die Liturgiereform aufgrund des letzten Konzils bemüht sich nach Außen hin sogar um Konformität zur Tradition (in kläglicher Weise). Insgesamt und auch im Einzelnen scheint jedoch immer wieder auf, dass ein fataler Bruch erfolgt ist, vor allem durch Auslassungen und Umformulierungen hin zum Indifferentismus: Konkrete Aussagen wurden aufgeweicht und aus dem Messopfer wurde ein bloßes Gedächtnis des Abendmahls.

Die neue Liturgie wird oftmals dadurch gerechtfertigt, dass sie sich auf das Konzil und auf die päpstliche Approbation berufen kann. Dabei ist jedoch offenkundig, dass die Liturgiereform in allen Punkten weit über die Forderungen des Konzils hinaus ging. Auch die Praxis der Approbation zeigt, dass im Rahmen dieser Rekognoszierung keine tiefgehende theologische Prüfung erfolgt. Klar ist vielmehr, dass es sich bei der Approbation nicht um eine unfehlbare lehramtliche Entscheidung des Papstes handelt, sondern lediglich um einen bürokratischen Akt. Somit war es möglich, dass sich in die neue Liturgie eine Vielzahl an Irrtümern und Halbwahrheiten einschleichen konnte. Zuletzt scheint noch eine Rechtfertigung der neuen Liturgie dadurch ausgeschlossen, dass trotz ihres Gebrauchs Heilige aus ihr hervorgegangen seien. Wahre Heilige unserer Zeit sind nämlich sehr der Tradition zugewandt und wenn sie schon die neue Liturgie benutzen, dann tun sie das auf eine fromme und demütige Weise, die einen Unterschied zur überlieferten Liturgie kaum erahnen lässt.
Dominicus

Dienstag, 22. April 2014

Die neue Heiligkeit

Nein. Anders als es die Überschrift vielleicht vermuten lässt, haben wir leider keinen neuen Papst. Aber gleich vorab will gesagt sein, dass es sich mit der viel gepriesenen Armut von "Papst" Franziskus ebenso verhält, wie mit den Transsexuellen: Sie schreiben, einer nach dem anderen, Bücher über ihre sehr intime und sentimentale Gefühls-Duselei und dass sie sich subjektiv eher dem anderen Geschlecht zugehörig fühlen, obwohl für sie der Schöpfer ausdrücklich das richtige Geschlecht bestimmt hat. So ist es auch mit Franziskus: Er hält vor der Öffentlichkeit große Reden über die Armut und sagt von sich selbst, dass er nichts und niemand sei ( "Wer bin ich zu richten?" ). Aber in Wahrheit ist er ganz objektiv der Stellvertreter Christi: Er muss die Herde weiden und die Schlüssel zum Himmelreich verwalten. Bevor nun das eigentliche Thema beginnen soll, darf festgestellt werden, dass es mit der Armut von Franziskus nicht weit her sein kann, selbst wenn er es ernst meinen sollte, solange noch kostbare Gewänder, Kelche, Ringe und Kreuze in den vatikanischen Schatzkammern lagern, derweil anderswo die von Franziskus so sehr selig gepriesenen Armen verhungern.

Jetzt also zur neuen Heiligkeit: Bisher gab es eine "heilige Heiligkeit" - so möchte ich es nennen. Bisher war das Messopfer heilig. Bisher waren die Sakramente heilig. Bisher waren die Heiligen heilig. Heute jedoch ist die Messe nur noch eine Sitzung des Karneval- oder Schützenvereins. Die Sakramente sind nur noch bloße Zeichen der amtlichen Zugehörigkeit zur Kirche. Und die Heiligen sind nur noch populäre Menschen, die zur Legitimierung des letzten Konzils missbraucht werden.

Wir sehen uns also in allen Bereichen des kirchlichen Lebens mit einer neuen Heiligkeit konfrontiert: Die Heiligkeit der Sünde, die Heiligkeit eines jeden Menschen, eine diabolische Heiligkeit. Die kirchliche Dogmatik, Disziplin und Liturgie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten mehr und mehr ins genaue Gegenteil verkehrt:
+ Christus Jesus ist nicht mehr zur Sühne für unsere Sünden gestorben, sondern aus Solidarität, um uns Menschen auch im Tode gleichzukommen.
+ Nach einer säkularen Scheidung ist eine zweite Ehe nicht mehr sündhaft sondern völlig legitim.
+ Beim Tode eines getauften Kindes glauben wir nicht mehr, dass es direkt in den Himmel kommt, sondern wir sprechen in der neuen Liturgie vom herzzerreißenden Schmerz, der uns zu Tode betrübt.

Das sind nur drei Beispiele für die vielen Skandale, mit denen sich der Klerus von der Kirche entfernt. Nach und nach soll auf diese Weise eine neue Kirche gegründet werden. Hier geht es nicht mehr um eine gesunde Erneuerung und um eine sicherlich anzustrebende Neuausrichtung an die Bedürfnisse der heutigen Zeit. Nein: Es geht ganz klar um die Entfernung der Heiligkeit und um die Leugnung des Evangeliums zugunsten der menschlichen Schwachheit.

Anlassbezogen muss gesagt werden, dass früher Heiligsprechungen oftmals viele Jahrzehnte und Jahrhunderte gedauert haben. Nicht weil die bürokratischen Mühlen so langsam gemahlen haben, sondern weil das hohe Gut der Heiligkeit gewichtiger war als die Popularität des Menschen: Damals hat man nicht gleich jedes dahergelaufene "Wunder" anerkannt, sondern auch mal hinterfragt, um zu einer vor Gott verantwortbaren Entscheidung zu gelangen.

Heute ist das nicht mehr so: In unserer Zeit werden alle Päpste aufgrund ihres Amtes heiliggesprochen, egal welche schweren Fehler sie begangen haben und welche gravierenden Folgen das für die Kirche hat. Bei Johannes Paul II. handelt es sich mit Gewissheit nicht um einen "heiligen Heiligen" sondern um den Patron eines neuen Glaubens: Der Mensch an sich ist heilig, weil er von Gott geliebt wird und weil Gottes Barmherzigkeit alle Sünden vergibt, ob sie nun bereut werden oder nicht.

Angesichts der sehr schnellen und offenbar rücksichtslosen Heiligsprechung von Johannes Paul II. ist davon auszugehen, dass auch Franziskus sehr bald heiliggesprochen wird, vermutlich sogar durch sich selbst. Wie es die neue Verkündigungsform für lehramtliche Entscheidungen des Heiligen Vaters ist, wird das jedoch nicht mehr "ex cathedra" erfolgen, sondern "ex diurnale" (durch die Tagespresse) oder "ex telephono" (über das Telefon).

Dominicus

Sonntag, 20. April 2014

Kirchenrettung durch Kirchenschändung

Es ist kein Geheimnis das sich die Kirchen, gemessen an deren Mitgliedszahlen, auf dem absteigenden Ast befinden. Allerdings nur jene, die als "Amtskirchen" gelten. Ultraliberale, freie, und auf der anderen Seite die Traditionalisten und Ultrakonservative haben regen Zulauf. Es scheint, als wolle man klare Verhältnisse; Entweder man bekennt sich klar zum Gedankengut der Lästerung, der Teufels- und Götzenanbetung, oder man folgt doch dem (noch) kleinem aber standhaften Rest der einzigen Kirche Christi, deren alleine Fülle der Sakramente außer Frage steht.

Doch der Hauptstamm der katholischen Christen befindet sich immer noch in jener Kirche, die auf der einen Seite Gott als ihr "Zugpferd" betrachtet, diesen aber im nächsten Augenblick aus ihren Statuten wirft um etwas völlig neues zu schaffen. Aktuelles Beispiel: Die Katholische Kirche " Maria, Hilfe der Christen" in Goldscheuer (BW). Dort bleiben die Kirchenbänke leer und die Schließung des Gotteshauses war im Prinzip beschlossene Sache. Doch die Gemeinde versuchte ihre Kirche zu retten.


Sie entschied sich den Weg zu gehen, den viele Priester und Gemeinde bereits vorher gegangen waren. Sie entweihten ihr Gotteshaus, schändeten es, vergingen sich an der Heiligkeit und machten eine TranceHöhle (TranceHölle) daraus. Graffiti, Lichteffekte, eine Schar lebendiger Schafe, nichts war abstoßend genug als das es nicht dort verbaut wurde. Man rechtfertigte sich damit, das der Künstler sensibel mit dem Thema umgegangen sei. Doch wie sooft hat auch dieser von der Kirche gekaufte Künstler keine Ahnung von Gott oder Kirche, war es ihm doch vergönnt seine Unwissenheit in einem Interview preiszugeben, Begriffe einzusetzen die keinen Sinn ergaben, einfach Unsinn waren.


So entweihte man das Gotteshaus, feierte sich selbst, die Abwendung der Schließung und zu welchem Preis? Statt fromme Christen, kommen nun neugierige Touristen.



Gott ist weg, der Glaube auch. Es lebe die Blasphemie.






+ Hadrian













Mittwoch, 16. April 2014

Christlicher Ausverkauf - Roms Ladenhüter

Pater, dimitte illis, non enim sciunt quid faciunt 

Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun.



Der Tag des Leidens und Sterbens unseres Herrn Jesus Christus und damit untrennbar einhergend die Osternacht, das heiligste Fest der Christenheit, sind schon in greifbarer Nähe. Bereits morgen beginnt das sogenannte Triduum Sacrum, die heiligen 3 Tage Tage, beginnend am Gründonnerstag und abschließend Ostersonntag.


Auch in dieser festlichen Zeit darf die Stimme des Mahnend nicht verstummen, aber im Anbetracht der Fastenzeit, will sich die Inquisition 2.0 heute nicht als Ankläger, sondern demütig als Stimme an alle Glaubenden wenden, die jeden einzelnen zum Nachdenken, Betrachten, Reflexion und Buße ermahnen will.




Die Wurzel der heutigen Glaubens- und Kirchenkrise ist im II. Vatikanischem Konzil zu sehen. Der frische Wind, den Johannes XXIII beschwor, ist zum unkalkulierbaren Sturm geworden der alles Heilige und Seligmachende aus der Kirche herausfegt und längst sind es nicht nur Diakone, Priester oder Ordensleute, sondern ebenso Bischöfe, Kardinäle und nicht zuletzt der Hl. Vater selbst, der diesen Sturm nährt. Jeder kann tun und lassen was er will, hauptsache die Kirchenbänke sind gefüllt. Eucharistie wird zum Mahl, ein "Gottesdienst" mit Rock und Pop gewürzt, das Kreuz verbannt, aus Kirche wird Lebensberatung der schrecklichsten Sorte. Einige Gemeinden rücken in gefährliche Nähe von globalen Sekten die durch Lebensimpulse die Individuelle Seele durchs Leben führen wollen, aber das "danach" außer Acht lassen, weil es nicht in die Zeit passt. Bischof Ackermann, Bischof in Trier, äußerte unlängst die Forderung "unzeitgemäße" Glaubensinhalte zu streichen. Ein US amerikanischer Bischof verbot die alte Messform, für die unzählige Menschen im Laufe der Zeit ihr Leben geopfert haben, vollkommen. Das Kreuz erscheint heute den meisten als Zeichen des Leidens und Sterbens als nonkonform zur Lebenseinstellung und deshalb wird es schleichend aber unaufhaltsam verbannt (auf dem neuen Gotteslob ist es heute schon nicht mehr vertreten).



Dabei ist und bleibt das Kreuz indiskutabel Zeichen der Christenheit. "In diesem Zeichen wirst du siegen" wurde Kaiser Konstantin versprochen und das versprochene gehalten. Christen, oder besser gesagt "Christen" die das Kreuz nicht annehmen, sind keine Christen. Sie können keine Christen sein denn ohne das Kreuz gäbe es keinen Opfertod und folglich auch keine Auferstehung. Wer das Kreuz leugnen, entfernt den Sinn und Zweck des christlichen Glaubens, ohne Kompromisse. Hier zählt nur schwarz oder weiß, ja oder nein. Ohne Kreuz kein Heil.



Wenn wir am Karfreitag den Kreuzweg vor Augen haben, dann erinnern wir uns doch einmal daran, in welchen Situationen uns der Glauben an das Kreuz, an das Heil das an ihm gehangen, uns begleitet hat. Was bleibt, ohne das Kreuz? Ein Ozean ohne Wasser, eine Wüste ohne Sand, ein Glaube ohne Inhalt.



Nehmen wir das Kreuz an, als Zeichen des Sieges, des Heiles, als Sinnbild für unser Leben. Wer mir nachfolgen will, der nehme sein Kreuz auf sich, spricht der Herr.


Der Ausverkauf der christlichen Werte hat begonnen, und es wird nicht besser werden; Joachim Meißner, einer der letzten klardenkenden treugläubigen Hirten ist in den Ruhestand getreten, Passau bekommt einen Klassenclown zum Bischof der dem Trieb nach neuartigen Messformen und liturgischen Auswüchsen ebenfalls keine Steine in den Weg legen wird, die Bischofssynode in Rom wirft ihre Schatten vorraus wodurch sich einige kirchlichen Würdenträger veranlasst fühlen in den Medien vor Glückseligkeit nur so sprühen und unsinnige und kirchenfeindliche Wünsche äußern (Grüße nach Wien).



Die Kirche ist dem Untergang geweiht wenn nicht bald etwas durchgreifendes passiert. Am Ende werden nur diejenigen übrig sein, die jetzt schon von der römischen Kirche gemieden werden und ihre wachsende Zahl von Gläubigen heilige Amtshandlungen in überfüllten Zelten vollziehen müssen.




Wir, Chefankläger Dominicus und Hadrian, wünschen unseren Lesern, Gläubigen und Suchenden, ein Erfahrungvolles, freudiges und hoffnungsvolles Osterfest. Lassen Sie uns gemeinsam in den Jubel des Glorias in der Osternacht einstimmen, wenn die Stimme des Engels die Auferstehung verkündet.





Fürchtet euch nicht. Er ist auferstanden. Halleluja, Halleluja.



+ Dominicus                                 + Hadrian                                                           16.04.2014


Dienstag, 11. März 2014

Papst biedert sich der Masse an

Es ist nun knapp ein Jahr her, das die Kardinäle den Erzbischof von Buenos Aires, Jorge Mario Bergoglio, zum Papst wählten. Seit dem verging kein Tag an dem der Bruch der Kontinuität nicht deutlichst zu Tage trat und ein jedem immer mehr das Bewusstsein dafür geöffnet wurde, das dieser Papst schlimmes mit der Heiligen Mutter Kirche im Schilde führt.

Franziskus ist jemand der weiß wie man die Massen von sich überzeugt; er nutzt die Medien, die Volksnähe, die Einfachheit um die große Masse der Katholiken für sich zu gewinnen und ja, wir drücken es deutlich und unverklärt aus, sich gefügig zu machen. Nicht nur Priester, Bischöfe und Kardinäle gleiten regelmäßig in die Verzückung sobald sie den Namen des Papstes erwähnen, wobei einige es arg übertreiben und dieses schon fast inflationäre tagein - tagaus den Kirchenvolk unter die Nase reiben (Wien). Wir als Inquisition, und wohl jeder anständige Katholik, runzelt mit der Stirn, wenn hohe Kleriker voll des Lobes, des Dankes und des Zuspruchs auf noch so offensichtliche Brüche, Sakrilegien und Gotteslästerungen aus Rom antworten und versprechen, diese so schnell wie möglich in der Ortskirche zu realisieren und auszubauen - zu präzisieren. Dabei kommt einem unweigerlich die Frage in den Sinn, warum so manch einer eine Laufbahn innerhalb dieser Kirche gewählt hat, die ja offensichtlich so schrecklich, grausam, altmodisch, muffig, starrsinnig und verschlossen war, das erst ein Argentinier kommen musste, um dieses zu ändern. Es filtern sich nun all diejenigen heraus, denen das II Vatikanum nicht weit genug ging und jetzt alles daran setzen, das katholische soweit zu liberalisieren und zu öffnen, das es bald keinen Unterschied mehr zum Protestantismus geben wird, mit all seinen Abarten und Zweigen.


Aber vielen, die euphorisch Bergoglio bejubeln übersehen, das im Gegensatz zur Kirche, der Papst sich irren kann und dies auch regelmäßig tut. Im folgenden will ich 2 wesentliche Beispiele geben:


1) Der Papst, dessen Namen auf den Hl. Franz von Assisi zurück geht, wird nicht müde, immer wieder die Armut der Kirche herbeizuschwören. Er will keine Kirche mit Glanz und Glorie, kein Gold, keine Schätze, ja, er will weg vom Materialismus der in seinen Augen der Anfang aller Schlechtigkeit ist. Es ist wichtig zu erwähnen, das Franziskus dieses als Idealzustand der Universalkirche, der globalen Einrichtung der Kirche ansieht. Bei näherer Betrachtung allerdings erweist sich diese "Wirtschaftskonstruktion" als nicht haltbar. Würde man diese mit einem Schiffsneubau vergleichen, wäre es nicht übertrieben zu sagen, das dieses Schiff schon beim Ausdocken sinken würde. Warum? Die Kirche lebte und lebt von einem Solidaritätsprinzip das auf Geben und Nehmen erbaut ist. Wer hat gibt denen, die nichts haben. Das war schon zu Zeiten unseres Herrn so. Jesus, selbst mittelos, nahm Spenden und Gaben von Besitzenden an und segnete ihre Freigiebigkeit. Er verurteilte ihren Besitz nicht, solange sie diesen nicht horteten, sondern im aufopferungsvollem Maße mit denen teilten, die weniger, oder garnichts hatten. Wer aber gibt den Armen, wenn keiner mehr etwas besitzt? Vergessen wir nicht, das jedes Jahr ein 3stelliger Millionenbetrag allein aus deutschen Bistümern nach Afrika geht. Dieses innerkirchliche Solidarprinzip würde zusammenbrechen, die Menschen auf dem schwarzen Kontinent würde nichts mehr erhalten, viele gute Werke könnten nicht weitergeführt oder begonnen werde, caritative Arbeit, die oftmals allein mit Spenden der Besitzenden arbeitet, könnte nicht weiter ausgeübt werden, kirchliche Schulen, Kindergärten, Suppenküchen und eine endlos weitere wohltätige Zwecke würde es nicht mehr geben können. Es MUSS ein "Reichtum" vorhanden sein, aus dem man schöpfen kann. Ein leerer Brunnen erquickt niemanden, ein nicht bestelltes Feld ernährt keinen. Dieses scheint dem Papst bei seinen Anbiederungsversuchen an die breite, liberale und Verblendete Zahl der "Katholiken" entgangen zu sein.



2) Franziskus steuert innerhalb der Kirche in Richtung Demokratisierung. Der zur Vorbereitung der Bischofssynode in Rom global ausgehändigte Fragebogen zur Ehe- und Familienpastoral wird von allen liberalen und antikatholischen Subjekten der Kirche begeistert aufgefasst. Fühlen sie sich doch jetzt in der Pflicht, ihre verkommenen, modernistischen, sexistischen und antifamiliären Ansichten Rom direkt mitzuteilen und dem Vatikan damit die Pistole auf die Brust zu setzen. Sie wünschen sich zum Großteil ein Ja zur Pille, ein Ja zur Abtreibung, Scheidung soll das Partnerroulette legalisieren und natürlich wollen auch satanistische Homolobbys ALLE Rechte wie Heterosexuelle. Sie begreifen sich als Erneuerer, als Gutmenschen die eine "menschliche" Kirche errichten wollen. Das dies allerdings ein Werk der dämonischen Mächte der Fisternis ist, verschweigen sie. Denn die Kirche ist göttlichen Ursprungs, kein Werk der Menschen. Sie wollen WEG von den WORTEN JESU, weg von dem, was der Heiland selbst gepredigt hat. Ihnen ist es egal WAS sich ändert, Hauptsache es ist modern, Hauptsache es passt in ihre individuelle Lebenserfahrung. Anstatt sich exkommunizierten, ausgestoßenen und in Lug und Trug lebenden Gemeinschaften anzuschließen, verpesten sie die Luft der Heiligen Mutter Kirche und missbrauchen Sie bis zur unkenntlich kein, alles, mit dem Segen des Papstes.

Kardinal Müller, oberster Glaubenswächter in Rom, der sich in seiner Laufbahn nicht grade mit Ruhm und theologischer Kenntnis bekleckert hat, äusserte zu diesem Thema folgendes:

"Ich kann die Moralvorstellung der Kirche nicht ändern, der Papst kann die Moralvorstellung nicht ändern, die Bischofssynode kann die Moralvorstellung nicht ändern!"



Ein wahres, aber leider ungehörtes Wort in den Ohren der selbstverliebten "Gutmenschen"








Kyrie Eleison




Hadrian

Dienstag, 25. Februar 2014

Die Würde der Kardinäle

Der Erzbischof von Wien, Kardinal Schönborn, beantwortet regelmäßig die Fragen von Gläubigen (www.fragdenkardinal.at). Aktuell ging er auf die Frage nach seinen Gewändern ein: Die schwarze Soutane ist für den modischen Kardinal das gleiche wie "ein Abendkleid bei den Damen". Er trägt sie vor allem bei (weltlichen) "Empfängen". - Aber: "Ja, manchmal trage ich sie sogar, wenn ich zu einem kirchlichen Dienst gehe." Darauf kann Seine Prominenz, der hochwütigste Herr Kardinal, wahrhaftig stolz sein: Hin und wieder trägt er die vorgeschriebene Dienstkleidung!

Das mangelnde Amtsverständnis und der fehlende Gehorsam tritt eben auch in diesen kleinen Dingen offen zu Tage. Das unterstreicht Kardinal Schönborn, als er sagte, dass er als Dominikaner-Mönch immer nur seinen Habit getragen hat. Aber als er Bischof wurde, musste er sich mehrere schwarze Anzüge kaufen, weil er ja schließlich nicht die ganze Zeit in der Soutane herumlaufen kann. - Ja, das wäre wirklich eine Zumutung. Vor allem wenn man beachtet, dass so viele Kleriker und Ordensleute bis zum Martyrertod widerstanden haben und ihren Glauben und dessen Zeichen nicht so leichtfertig verraten haben, wie so viele Kleriker in unserer Zeit.

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Das Konsistorium der vergangenen Woche hat, neben der Kreierung neuer Kardinäle, auch der Vorbereitung auf die diesjährige Bischofssynode zum Thema "Familienpastoral" gedient. Allerdings gab es zu diesem Thema keinen Meinungsaustausch bzw. eine gemeinsame Diskussion der Kardinäle. Vielmehr wurde Kardinal Kasper, der immer wieder für eine Liberalisierung auf diesem Gebiet eintritt, schon vor einiger Zeit durch Papst Franziskus mit einem Referat zu diesem Thema beauftragt - das einzige Referat, das gehalten werden sollte, und somit das Referat, das die Meinung der Kardinäle bilden soll. Es liegt also auf der Hand, dass der Inhalt dieses zweistündigen Vortrags zumindest in den wesentlichen Punkten mit Papst Franziskus abgesprochen war. Zumindest ist offiziell, dass Papst Franziskus das Referat im Vorfeld abgesegnet hat.

Um so dramatischer erscheinen diese Fakten, wenn man sich jetzt folgende Punkte vor Augen hält:

1. Papst Franziskus lobt öffentlich und in höchsten Tönen das Referat von Kardinal Kasper, seine "profunde Theologie" und sein "klares Denken".

2. Das Referat wird ausdrücklich nicht veröffentlicht und soll geheim bleiben.

Die Sachlage lässt nur den einzigen Schluss zu, dass Papst Franziskus etwas ausgeheckt, das höchst-brisant ist und mit einem großen Knall bekannt gemacht werden soll. Dafür spricht außerdem noch die Persönlichkeit von Papst Franziskus, der es liebt, im Blitzlichtgewitter der Medien zu stehen, und sich die Menschen um jeden Preis (um den Preis der Wahrheit?) zu Freunden zu machen. Hinzu kommt, dass Kardinal Kasper vor zwei Wochen in München wieder einmal die Zulassung von wiederverheirateten Geschiedenen zur heiligen Kommunion gefordert hat. Wird er seine Meinung etwa in so kurzer Zeit geändert haben? Oder sollte er vielleicht vor den Kardinälen sich selbst verleugnet und endlich für die kirchliche Disziplin und Wahrheit eingetreten sein?

Ich denke kaum... Dominicus