Freitag, 21. Februar 2014

Anti-Zeremoniar

Es kann als allgemein bekannt angenommen werden, dass Papst Franziskus nichts für die heilige Liturgie übrig hat. Das zeigt er nicht nur immer wieder in der täglichen Praxis. Nein, vielmehr unterstreicht er diese Tatsache auch noch mit haarsträubenden Aussagen in der Öffentlichkeit. Die Inquisition 2.0 hat darüber bereits mehrmals berichten müssen. Wir werden die päpstlichen "Häresien der Formlosigkeit" bei Gelegenheit gern auch mit Fotos belegen. Als erstes Beispiel folgt jetzt ein Foto, das Papst Franziskus bei der Elevation des Blutes unseres Herrn zeigt. Er scheint fast seine Ellenbogen höher zu heben als den kostbaren Kelch. Dafür bewegen sich allerdings die päpstlichen Mundwinkel in die gleiche Richtung wie jene der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Vielleicht haben die beiden noch mehr gemeinsam...


Dominicus

Mittwoch, 19. Februar 2014

Papst und Kardinäle auf Abwegen

Die Inquisition 2.0 erlaubt sich an dieser Stelle stichpunktweise über den raschen Fortgang der bevorstehenden Kirchenspaltung zu berichten und die aktuellen Vorgänge zu bewerten:

+ Gegenüber den tschechischen Bischöfen, die kürzlich zu ihrem Ad-Limina-Besuch in Rom waren, hat sich Papst Franziskus über die überlieferte Liturgie ("Alte Messe") geäußert. Er will die Gläubigen, die diesem legitimen Ritus anhängen, zwar nicht verletzen. Allerdings versteht Papst Franziskus nicht, warum gerade junge Leute sich so sehr für die Tradition begeistern. Er würde es einsehen, wenn ältere Generationen aus psychologischen Gründen zu dem zurückkehren wollten, womit sie aufgewachsen sind. Aber wenn sich ein frommer Student oder eine junge Mutter auf die "Alte Messe" einlässt, dann ist das für Papst Franziskus lediglich eine "Mode" (sic!), die irgendwann vorübergeht. Aus diesem Grund will er sich mit diesem Thema auch nicht weiter auseinandersetzen. Papst Franziskus legt erstmals seine manipulativen Tricks ganz offen zu Tage: Den Traditionalisten wolle er lediglich mit (geheuchelter) Freundlichkeit begegnen. Damit ist das Thema für ihn erledigt. - Solche Äußerungen eines regierenden Papstes machen ihn regierungsunfähig. Wer sich in unserer aufgeklärten Welt herausnimmt, wichtige Minderheiten zu übergehen, der kann ein oberstes Staatsamt nicht bekleiden. Dabei ist der Nachfolger Petri doch sogar noch tausendmal mehr als ein Staatsoberhaupt: Warum begegnet Papst Franziskus den Traditionalisten nicht mit väterlichem Wohlwollen oder mit mehr Barmherzigkeit?



+ In einem weiteren Punkt offenbart sich Papst Franziskus (bei allem Respekt) wieder einmal als mediengeil. Obwohl er als vatikanisches Staatsoberhaupt einen Diplomatenpass besitzt, will er für seine internationalen Pastoralreisen einen argentinischen Reisepass benutzen. Diesen Vorgang haben die Medien lang und breit bekannt gemacht: Natürlich habe Papst Franziskus darauf bestanden, dass der ganz normale Dienstweg und Behördengang eingehalten wird. Papst Franziskus will ja schließlich keine Extrawürste: Darum bestellt er für die Antragstellung den argentinischen Botschafter ein, der dann gleich vor Ort Fingerabdrücke nimmt (welch ein Luxus!) und ein ausgesprochen widerliches Passfoto macht, das den biometrischen Anforderungen keinesfalls gerecht wird. Aber zu allem Überfluss hat sich Papst Franziskus auch noch herausgenommen, seinen neuen Ausweis selbst zu bezahlen. Sensation! Aber die Medien jubeln über den Papst, da er sich nicht als Papst sieht, sondern als Jorge Mario Bergoglio. - Die Inquisition 2.0 lehnt sich keineswegs aus dem Fenster, wenn Sie behauptet, dass diese Medienkampagne von Papst Franziskus geplant und beabsichtigt war. Das liegt einfach zu sehr auf der Hand. Falls wir uns irren sollten, dann würde Papst Franziskus allerdings seine völlige Unfähigkeit im Umgang mit der Öffentlichkeit selbst unterschrieben haben.

+ Jetzt aber zu den wirklich wichtigen Themen: Derzeit tagen die acht Kardinäle, denen Papst Franziskus die Reform der römischen Kurie aufgetragen hat. Dabei ist allen klar, dass hiermit eine Ablösung der überlieferten Disziplin bewerkstelligt werden soll: Die Kirche soll weltoffener, moderner und protestantischer werden. Zu diesem Zweck soll (man höre und staune) der Päpstliche Rat für die Laien aufgewertet werden in den Rang einer eigenen Kongregation! Eine Sensation und ein enormer Fortschritt für die Laien! - Nein, das ist es wirklich nicht. Wenn sich die Reformatoren im Kardinalsrang mit solchen bürokratischen Nebensächlichkeiten aufhalten, dann brauchen wir uns erstmal keine Sorgen machen. - Aber es geht ja noch weiter: Der Koordinator des Kardinalsgremiums, Oscar Rodriguez Maradiag, hält es für "eine sehr schöne Sache" und "ein großartiges Zeichen", wenn dem Päpstlichen Rat für die Familie in Zukunft ein Ehepaar vorstehen würde. "Ich kann euch sagen: Der Geist [der Kardinäle] geht immer mehr in diese Richtung." - Die Inquisition 2.0 gibt an dieser Stelle aber keine großen Versprechungen ab, die an parteipolitische Wahlwerbung erinnert, sondern sie stellt einfach Fragen: Wie können Laien Leitungsgewalt in der Kirche wahrnehmen, obwohl diese an die Priesterweihe gebunden ist? Was ist, wenn sich das Ehepaar bei der Leitung des Päpstlichen Rates nicht einig ist? Was passiert, wenn sich das Ehepaar scheiden lassen will?

+ Vor Ort sieht sich indessen die römische Kurie dem Schisma direkt gegenüber: Konservative Kleriker werden immer konservativer und Progressive immer progressiver - und der Papst schaut zu, ohne etwas dagegen zu tun. Seine Auffassung vom Amt der Einheit und der Stärkung der Brüder hat Papst Franziskus ja bereits direkt nach seiner Wahl bekannt gemacht: "Ich bin nur der Bischof von Rom." Als Beispiel für die immer tiefer gehende Spaltung darf an dieser Stelle Kardinal Giovanni Battista Re genannt werden: Falls demnächst die wiederverheirateten Geschiedenen wieder zur heiligen Kommunion zugelassen werden, dann ist das für Kardinal Re ein radikaler Widerspruch zur absoluten Wahrheit: "Eine objektive Situation kann man nicht ändern." Es wird spannend, wenn Häresien demnächst zur Doktrin gemacht werden und wenn Kleriker und Laien gezwungen sind, endlich Farbe zu bekennen. Die Inquisition 2.0 sieht optimistisch in die Zukunft, da bereits der heilige Paulus gemahnt hat: "Es muss Parteiungen geben unter euch; nur so wird sichtbar, wer unter euch treu und zuverlässig ist" (1 Kor 11, 19). Nur durch das Schisma wird sichtbar, wer rechtgläubig ist!

Dominicus

Montag, 10. Februar 2014

Posaunen des Untergangs

Die Zeit ist nahe. - Das soll kein subjektiver Ausspruch eines Propheten sein. Vielmehr ist es eine Tatsache, die wir ganz objektiv feststellen müssen. Die Häresien verdichten sich und das Schisma tritt immer mehr zu Tage. Die Inquisition 2.0 ist sehr betrübt darüber, wenn sie jetzt an dieser Stelle so negativ berichten muss:

Der Erzbischof von Wien, Kardinal Schönborn, spricht ganz offenherzig über seine Untreue gegenüber dem Heiligen Stuhl und macht seine versprochene Treue abhängig von persönlichen Eigenschaften des Nachfolgers Petri. Kardinal Schönborn hält Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. ein scharfes Messer an die Kehle: Erst durch dessen Rücktritt habe das Papsttum "in den Augen der Medien" (darauf kommt es ja schließlich an) an Wertschätzung gewonnen. Viel mehr noch: Der Amtsverzicht habe eine Erschütterung ausgelöst, die befreiend gewesen sei. Der Kardinal Satans meint: "Noch nie habe ich das Gespräch unter den Kardinälen so offen, ehrlich und konzentriert erlebt, wie in den Tagen danach - das hält bis heute an." Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. war also ein Dorn im Auge der Weltkirche, ein Stein des Anstoßes. Wir Katholiken möchten meinen, dass er gerade dann genau der Richtige sein muss. Aber die ach so christlichen Kleriker legen offenbar mehr Wert auf die geheuchelte Demut und die kindische Affekthascherei von Papst Franziskus. Letztendlich spricht sich Kardinal Schönborn mit solchen Äußerungen selbst das Urteil: Anathema sit!

Anderes Thema.

Die Vorbereitung der nächsten Bischofssynode (Thema: Familienpastoral) läuft auf Hochtouren. Nachdem der Heilige Stuhl einen Fragebogen an die Diözesen verschickt hat, deutete man diese durchaus bekannte Arbeitsweise in einen Prozess der Demokratisierung um: Nicht mehr die Bistumsleitung sollte objektive Tatsachen feststellen, sondern die einzelnen Gläubigen sollten ihre Meinung kund tun. Dafür haben dann auch alle möglichen und unmöglichen pseudo-katholischen Organisationen mobil gemacht und wahrscheinlich die Ergebnisse in ADAC-Manier manipuliert.

Die Bischofskonferenz hat die Antworten mittlerweile zusammengefasst und (um den Heiligen Stuhl unter Druck zu setzen) öffentlich gemacht, obwohl diesbezüglich ein ausdrückliches Verbot aus Rom ergangen war. Aber Ungehorsam gehört ja in der Konzilskirche zum guten Ton. Die Stellungnahme der Bischofskonferenz ist ein armseliges Zeugnis von Bürokraten, die nicht einmal ansatzweise die Botschaft und das Evangelium unseres Herrn Jesus Christus verstanden haben. Die Situation der Kirche in Deutschland wird schlecht geredet und Lösungsmöglichkeiten (z.B. durch mehr Gebet, durch mehr Verzicht, durch vorbildhaftes Leben oder schlicht durch Verkündigung) werden tot geschwiegen.

Mit der Zusammenfassung der Antworten geben sich alle deutschen Bischöfe selbst das Urteil, sofern sie es unterstützen sollten: Sie haben resigniert und sind gar nicht mehr gewillt, ihr heiliges Amt auszufüllen und Jesus Christus nachzufolgen. Guter Gedanke übrigens: Wie hätte ein Apostel diesen Fragebogen an Petrus in Rom zurück geschickt? Sicherlich nicht so borniert und provokant, wie die deutschen Bischöfe.

Unerwähnt will ich an dieser Stelle nicht die UNO lassen: Mittlerweile sieht sie sich berechtigt, sich in die Morallehre der Kirche einmischen zu dürfen. Der Beifall der Medien war natürlich vorauszusehen. Es wird spannend sein, ob eines Tages der Heilige Stuhl auf solche Drohungen der satanisierten Welt reagiert und klein bei gibt:

Dann dürfen auch Frauen Priester werden, wegen Gender.
Dann dürfen Homosexuelle ihren Trieben freien Lauf lassen, wegen Diversity.
Dann dürfen auch die Laien das Meßopfer feiern, wegen des allgemeinen Gleichheitsgrundsatzes.

Wer weiß, was noch alles auf uns zu kommt?

Der Höhepunkt dieses Berichts der Inquisition 2.0 soll aber dem kunterbunten Treiben des Bischofs von Trier, Stephan Ackermann, gewidmet sein. Er erweist sich als unkundig in allen Bereichen der kirchenlichen Moral und Disziplin: So ist Moraltheologie für Bischof Ackermann eine Sache, die sich mit der Zeit ändern kann. Was gestern also durch Todsünde in die Hölle geführt hat, bringt uns heute geradewegs in die Barmherzigkeit Gottes. Ausdrücklich gilt das (laut Bischof Ackermann) für die Scheidung, für außerehelichen Sex und natürlich auch für sodomitische Handlungen. Mit dieser expliziten Verkehrung der Wahrheit, die wir direkt von Gott empfangen haben, spricht sich Bischof Ackermann selbst das Urteil: Anathema sit!

Wir schließen aber alle diese Häretiker in unser Beten ein und flehen darum, dass sie sich bekehren, um uns gute Hirten zu sein und um sich selbst vor dem ewigen Feuer zu bewahren. Es möge ihnen zur Warnung dienen, denn sonst rüttelt sie ja niemand auf, ihr Herz ist verbittert.

Dominicus

Montag, 6. Januar 2014

Gottesdienst zum Selberbauen

Wir, die Inquisition 2.0. hofften inständig, das dass Jahr 2014 weniger Anlass zur Wortmeldung geben würde, aber wieder einmal haben wir uns grundlegend geirrt. Das Jahr ist noch nicht einmal 7 Tage alt, da ereilen uns Anrufe, Hilfeersuchen und Briefe von aufgebrachten Gläubigen. Der Irrsinn kommt diesmal aus dem Bistum Aachen.

Unter dem Motto




 werden die Gläubigen von der Katholische Kirchengemeinde Franziska von Aachen aufgefordert, gültiges Kirchenrecht zu brechen, mit Füßen zu treten, und die Gemeinschaft mit der katholischen Kirche zu verlassen. Warum?



Die Kirchengemeinde in Aachen bittet um Vorschläge, wie man einen Gottesdienst gestalten muss, damit man, Zitat, "Beschwingt ins Wochenende entlassen werden kann!"


Offensichtlich fällt den "Priestern" vor Ort nichts mehr ein, um ihre Kirchen voll zu bekommen. Also muss das Kirchenvolk sagen, wie ein Gottesdienst sein muss, damit man sich dort einfindet. 

Wer beschwingt ins Wochenende entlassen werden will, sollte den Tanztee um die Ecke besuchen, eine Runde shoppen gehen, oder sich mit Freunden auf ein Glas Wein treffen und nicht Kirchenrechtsbruch begehen. Ein Gottesdienst ist keine Wellnessveranstaltung bei der man diverse Leistungen dazubuchen, oder abwählen kann.


Kommen wir aber nun in aller Kürze zum eigentlichen Sakrileg. In kurzer Form werden hier all jene Kirchengesetze aufgezeigt, die durch diese Aktion gebrochen werden:


Codex Iuris Canonici / 1983 Buch IV Can. 834

§ 2. Solch ein Gottesdienst ist dann gegeben, wenn er im Namen der Kirche von rechtmäßig dazu beauftragten Personen und durch Handlungen dargebracht wird, die von der kirchlichen Autorität gebilligt sind.

 Can. 838
 — § 1. Die Regelung der heiligen Liturgie steht allein der kirchlichen Autorität zu: sie liegt beim Apostolischen Stuhl und, nach Maßgabe des Rechts, beim Diözesanbischof.

Can. 839
§ 2. Die Ortsordinarien haben dafür zu sorgen, daß die Gebete sowie die frommen und heiligen Übungen des christlichen Volkes mit den Normen der Kirche voll übereinstimmen.



Die Inquisition 2.0 wird die Kirchengemeinde und den Pfarrer, der sich dafür verantwortlich zeigt, beim Bistum Aachen anzeigen und um kirchenrechtliche Maßnahmen bitten. 







Hadrian                                                                                                       Fest Hl. Drei Könige 2014

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Femen schändet erneut Gotteshaus

Mit Bestürzung und Fassungslosigkeit hat die Inquisition 2.0 von der perversen Schändung des Altares im Kölner Dom erfahren. Eine geistig verwirrte Hamburger Studentin, welche in ihrem Leben nichts weiter zustande bringt, als auf den Gefühlen fremder Menschen zu treten, und eindeutig als gestörte Persönlichkeit zu bezeichnen gilt, hat sich während des Pontifikalamtes am 25. Dezember 2013 fast vollkommen nackt auf den Hauptaltar des Domes plaziert, auf ihrer Körper stand geschrieben " I am God".

Es steht ausser Frage, das solch gestörtes und Gotteslästerliches Verhalten in keiner Weise geduldet werden kann, und diese Person nach allen Registern der Justiz bestraft gehört. Nicht nur, das ihre "Botschaft" vor Leere und Nonsens strozt, sondern auch der Schändung Heiliger Gegenstände.



Die Inquisition 2.0 hat bereits eine Anfrage an das Kölner Bistum gestellt, wie in diesem Falle weiter verfahren wird, denn die "spontane" Segnung des geschändeten Altares war zwar richtig, befreit aber nicht von einem externen Akt der Neuweihe.



Wir halten unsere Leser und alle Gläubigen darüber auf dem Laufenden.





Montag, 23. Dezember 2013

Besinnung auf Weihnachten

Wir können es exemplarisch in jeder Stadt, in jedem Land der Erde beobachten und es scheint, als folge alles einem ungeschriebenen, dafür umso fester einstudiertem Ritual; Die Vorweihnachtszeit, eigentlich bekannt als Advent, ist von Hektik, Stress und der verzweifelten Suche nach den passenden Geschenken nur so gespickt. Weihnachten ist für viele, auch für Christen, "nur" der Tag, an dem es ein festliches Essen im Kreise der Familie gibt, Geschenke verteilt werden und zum Abschluss der Gottesdienstbesuch ansteht. Doch diese Sichtweise ist falsch, ja, Sie ist mehr als das. Sie fördert den Untergang des eigentlichen Festgedankens, der bereits weit vor Weihnachten beginnt, namentlich am 1. Advent.

Das Bewusstsein für den Advent ist fast vollkommen verloren gegangen. Den Naschereien auf dem Weihnachtsmarkt oder Zuhause, steht eindeutig die Fastenzeit gegenüber. Adventszeit ist Fastenzeit, eigentlich fast eine Quälerei, sieht man doch die unzähligen Leckerein immer und überall, grade in dieser Zeit. Aber Fasten bedeutet generell Verzicht auf etwas, was das Essen nur mit einschließt. Auch bei der Auswahl der Geschenke kann gefastet, also wenn schon nicht verzichtet, dann doch etwas kürzer getreten werden. Sinn und Zweck eines jeden Fastens ist es, sich auf das Kommende vorzubereitet, klar zu werden in seinen Gedanken, aus der heutigen Welt herauszutreten und sich auf das zu besinnen, was wirklich zählt. Viele können dies nicht mehr, viele haben es verlernt, oder garnicht beigebracht bekommen. Denn wer fastet, und das Fasten dann am Feststage bricht, erlebt diesen Tag weitaus intensiver. Aber ich möchte mich nicht weiter an diesem Thema aufhalten, denn es gibt andere Sachen, die einem das Weihnachtsfest vermiesen können.


Um den Christen in der Adventszeit Höhepunkte zu bieten, werden von der katholischen Ortskirche immer neue, teilweise sinnlose bishin zu grotesken Pausenfüller gesucht und bisweilen auch gefunden. Im Erzbistum Hamburg, direkt vor dem Mariendom, wird das gläubige Volk mit der feierlichen "Illumination" des dortigen Christbaumes erfreut. Dort gehen die Lichter schon vor Weihnachten an und der Stern erscheint schon vor der Geburt des Herrn. Krippenspiele in teilweiser freier Interpretation werden in anderen Bistümern dargeboten, bloß nicht zu nahe an den Tatsachen. Es soll ja unterhalten.

Großes Lob muss die Inquisition 2.0 S.E. Wolfgang Ipolt, Bischof von Görlitz, aussprechen. Er wandte sich, als einziger Bischof im übrigen, gegen den Trend, statt der Christmette das Krippenspiel zu besuchen. In seinen Ausführungen schlussfolgerte er richtig, das diese spielerische Darbietung die eigentlich Messe nicht ersetzen darf und kann. Gleichzeitig machte er darauf aufmerskam, das es nicht gestattet ist, die Christmette bereits in die Nachmittagsstunden des 24. Dezember zu verlegen. Es ist von den Kirchenvätern gewollt, das diese hochheilige Messe in der Nacht gefeiert wird, damit das Dunkel des Todes sichtbar wird, und das Licht der Erlösung sinnbildlich zur Geltung kommt.


Weihnachten ist auch ein sehr guter Anlass, um sich noch einmal ins Gedächnis zu rufen, das wir heute nicht nur die Geburt unseres Herrn Jesus Christus feiern, sondern auch dem Dogma der Jungfrauengeburt gedenken. Beides ist nicht voneinander zu trennen.






Hòdie sciètis, quia vèniet Dòminus et salvàbit nos.
Heute sollt ihr wissen: Der Herr kommt, uns zu erlösen. Dieser Ruf eröffnet die Vigil von Weihnachten und beinhaltet das ganze Festgeheimnis, alles was wir glauben, alles was zählt. Er kommt uns zu erlösen. Er macht sich uns zum Geschenk, er gibt etwas, auf das wir keinen Anspruch haben. Aus freien Stücken erniedrigt sich der Herr uns zu erlösen.






Wir, die Inquisition 2.0, namentlich die beiden Chefankläger Dominikus und Hadrian, wünschen ihnen, liebe LeserInnen, ein besinnliches und gesegnetes Weihnachtsfest. Wir wünschen ihnen, dass das Licht von Bethlehem in ihren Herzen scheinen mögen, sie das Geschenk der Erlösung annehmen, aus freien Willen und Entschlossenheit und den Gedanken der erlösenden Geburt freudig in die Welt hinaustragen.




Seht, ich verkündige euch eine große Freude; Heute ist euch der Heiland geboren, Alleluja, Alleluja



 

Freitag, 13. Dezember 2013

"Umfrage" bestätigt; Vatikanum II trägt Frücht

Das gab es so noch nie in der Geschichte der Katholischen Kirche. Ein Papst gibt eine Umfrage in Auftrag um zu sichten, was seine Herde eigentlich so glaubt und was in pastoraler Hinsicht gewünscht und/oder vermisst wird. Die Ergebnisse nach Auswertung der Befragung, sollen dann die Themenliste einer außerordentlichen Bischofssynode in Rom bestimmen. Damit ist der offensichtlich nicht aufzuhaltende Demokratisierungsprozess der Hl. Mutter Kirche im vollen Gange, angeregt nicht etwa vom Volk, sondern vom obersten Priester selbst.

Wir sind ja einiges gewohnt, wenn es darum geht, die krankhaften Wucherungen des Vatikanum II zu sichten und zu beschreiben, aber bisher lag der Fokus diese Irrungen allein im Volke, höchstens im bischöflichen Amt. Aber nun kommt der Papst, und damit ist die Spitze erreicht.

Getrost können wir diesen Irrweg, den die Kirche grade auf Weisung des Oberhirten einschlägt und das Motto stellen "Was glaubst du?!" Die Kirche als Universalkirche, als globale, einheitliche Institution zerfällt zusehends; Es wird nicht mehr lange dauern, und wir haben Zustände wie in anderen Konfessionen, wobei die Anglikanische Kirche, die englische Staatskirche als prägendes Beispiel dienen kann. Eins von Rom abgespalten im Zuge der Wirrungen um die Scheidung Heinrichs VIII und Katharina von Aragón, zerfiel auch Sie in zahlreiche Splittergruppen. Wer etwas anderes glaubte, oder praktizierte, oder definierte als die "Mutterkirche", trennte sich von derselbigen, ohne Rücksicht auf Verluste. Dieser Prozess ist bis heute im Gange und leicht unübersichtlich. Das, liebe Katholiken, droht auch der römischen Kirche. Und allen die sagen "Nein, soweit wird es nicht kommen!", denen sei gesagt, das eine allgemeine Befragung zum Glauben und zur Praxis im Alltag schon eine Aufforderung zur Spaltung ist. Vieles was die Gläubigen wollen, ist nicht im Sinne des Evangeliums; Wiederheirat, Zulassung Geschiedener und Wiederverheirateter zur Kommunion, Homoehe, Frauenpriestertum und vieles mehr. Wer erstmal den Eindruck hat ausgefragt worden zu sein, und dann keine teifgreifenden Veränderungen sieht, wird verzweifelt das Handtch werfen, oder die Konfession wechseln.


Es ist ein Irrglaube zu behaupten, die Katholische Kirche müsse weieter geöffnet, weiter modernisiert werden, denn dieser Weg ist absolut der falsche und führt nur dahin, das alle das machen und glauben können, wonach ihnen grade ist. Schon heute ist die Kirche kein einheitliches Gebäude mehr, die Gläubigen denken anders als die Bischöfe und es wird aneinenader vorbei geredet, den Priesteramtskandidaten wird mehr Lebenspsychologie als Theologie beigebracht, die Messen werden durch unerlaubte "Zutaten" entweiht, der Name Gottes in selbstgeschriebenen Liedern und Gebeten entehrt und immer mehr, wird der Katholizismus zu einem Selbstbedienungsladen der abnormalen Art.


Kardinal Burke forderte unlängst, das solche Irrungen aufhören müssten, sonst hätte die Kirche keine Zukunft. Wir müssen die Gläubigen wieder auf Kurs bringen, auf katholischen Kurs. Wer eine Religion will, die einfach ist, kaum Gebote hat, die Erlösung garantiert und immer offen für neues ist, der soll sich ebensolche selbst kreieren, aber seine Phantasie nicht in und an der Heiligen Mutter Kirche auslassen.


Aggiornamento, forderte Johannes XXIII, aber würde er die heutigen Zustände sehen, würde er alles Rückgängig machen.


Die Kirche ist und darf nie zur Demokratie werden, denn dann wird nur noch über ihren Untergang abgestimmt.









Hadrian                                                                                                                                         13.12.2013